Nach 106 km bin ich in Münster gelandet. Es war der härteste Tag bis jetzt. Ich merke ich brauche eine Pause. Ohne den 16 km vom Flughafen in Brüssel zu meinem Hotel bin ich in den letzten 5 Tagen durchschnittlich 95 km pro Tag gefahren.
Der heutige Tag weckt mich mit Sonnenstrahlen und ich freue mich auf einen sonnigen Tag, breche früh auf, um den Tag zu genießen.

Nach den ersten Kilometern spüre ich meine schweren Beine und ahne wie schwer der Tag für mich werden wird. Ohne Hinweis überfahre ich die holländisch-deutsche Grenze nach gut 30 km und befinde mich plötzlich in Deutschland. Ich liebe das grenzenlose Europa.
Nach weiteren 20 km muss ich die Fahrt für eine Pause unterbrechen. Der Gegenwind ist extrem, es ist bewölkt, kalt, es tröpfelt und ich bin absolut erschöpft. Ich hätte die Fahrt abgebrochen, wenn es eine Zugverbindung nach Münster geben würde.



Das letzte Drittel der Strecke ist landschaftlich schön und ich habe endlich Rückenwind. In Münster angekommen bin ich stolz auf mich. Die Pause von einem Tag habe ich mir wahrlich verdient.
Nun liege ich nach einem guten Abendessen in meinem Hotelzimmer und höre das Lied „Ist es genug Mond?“ von Max Prose.
„Dreh‘ dich um, es ist Zeit zu schlafen, der Mond auf seinem Weg
Schaut herein und lässt dich ahnen es ist schon viel zu spät
Und dann schaust du in den Mond, fragst: „Ist es genug?
Hab ich alles getan, hab ich alles versucht?“
Und der Mond sagt: „Wenn du mich fragst, ist es
Genug? Dann ist es genug“
Für Heute und Morgen ist es das sicher, aber für einen Getriebenen wie mich ist das möglicherweise auch eine grundsätzliche Botschaft…!
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