
Gestern gemessene 38 Grad, heute zumindest 34. Einfach zu heiß, um das Radfahren genießen zu können. Es mag aber auch daran liegen, dass ich es zu verkrampft angehe. Der Wechsel von der Arbeit in meine Reise war zu abrupt. Ich fahre meine Etappen als müsste ich meine Pflicht erfüllen.

Während ich diese Zeilen schreibe zwitschern die Vögel. Ich liege im Bett, erhole mit von der Etappe und habe Zeit nachzudenken. Werde es in den nächsten Tagen (im Kopf) langsamer angehen. Erinnere mich an meine Reise mit meiner Tochter Lia von Kopenhagen nach Mödling.
Kennt ihr das Geheimnis von Beppo dem Straßenkehrer, das er seiner Freundin Momo erzählt? Bei der Reise mit Lia hat uns dieses sehr geholfen.
Die wunderbare Stelle in „Momo“ von Michael Ende geht so:
„Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man. Und dann fängt man an, sich zu eilen. (…)
So darf man es nicht machen. Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du?
Man muss immer nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.
Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat“.
Meine Reise ist wie die Straße Beppos. In der Hoffnung, dass ich Freude daran haben und jeden Besenstrich – Etappe genießen werde.

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