Nach dem ich gestern auch mit meinem Reiseblog Pause gemacht habe, geht es heute von Bruneck 100 km über Innichen und Lienz nach Oberdrauburg in Kärnten. Es ist ein wunderschöner und nicht zu heißer Tag.




Der höchste Punkt meiner Fahrt ist in Toblach mit 1240 hm. Der Blick auf die Dolomiten ist ein Traum.
Was wäre eine Radreise ohne Radpanne. Bereits in Burgstall musste ich einen kaputten Schlauch wechseln, idealerweise noch im Quartier kurz vor der Abfahrt. Heute erwischt es mich glücklicherweise in der Nähe von Niederdorf. Ich verliere deutlich Luft, aber das Loch scheint so klein zu sein, dass ich mich in die Ortschaft zu einer Radwerkstatt retten kann. Dort lasse ich mir den Schlauch wechseln.

Bei Winnebach überquere ich die italienisch-österreichische Grenze. Ich freue mich wieder in Österreich zu sein.

Eigentlich ist der Radweg von der Grenze bis Lienz ein Traum, wurden diesen nicht unzählige italienische Familien aus Ausflugsziel nutzen. Am Bahnhof von Innichen stehen hunderte Leihräder dafür zur Verfügung. Viele wirken als würden sie zum ersten Mal auf einem Rad sitzen. Es kommt immer wieder zu extrem gefährlichen Situationen. Nicht einmal muss ich einem kleinen Kind ausweichen, oder es schneiden mich Radfahrer:innen mit Kinderanhänger. Ganze Gruppen von Erwachsenen mit Kindern bleiben bei Brücken oder in Kurven unmotiviert stehen und blockieren den Radweg. Ich fluche und schimpfe auf Italienisch, wobei mein Ärger nur Unverständnis auslöst. Ich bin froh ohne Unfall in Lienz anzukommen und fahre von dort entlang der Drau weiter nach Kärnten, während die italienischen Radfahrer:innen mit dem Zug zurück nach Innichen gelangen.

Morgen gehts nach Villach, wo ich meine diesjährige Radreise nach 1.100 km beenden werden. Ein wenig bin ich wehmütig. Ich habe das Gefühl mit der heutigen Etappe in meiner Reise erst so richtig angekommen zu sein. Es war ein guter Tag.
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