Von Den Haag geht’s 89 km über Utrecht nach Amersfoort. Es hat 15 Grad, regnet leicht und ist windig. Das Wetter ist tatsächlich eine Herausforderung. Auch heute bin ich von den landschaftlichen Schönheiten begeistert, auch wenn ich diese angesichts des Wetters nicht ganz genießen kann.



Einen Teil der Strecke fahre ich am Oude Rijn. Es bezeichnet die nicht mehr schiffbaren und mehrheitlich zu Stillgewässern gewordenen Teile des Niederreihns in den Niederlanden. Sehr idyllisch.

Faszinierend finde ich die Graugänse, die ähnlich der Schafe in Irland in Holland fast schon zum Straßenbild gehören. Da kommt es schon vor, dass ein Radweg okkupiert wird.

Ich liege im Bett, ruhe mich aus, höre Musik, denke über den heutigen Reisetag nach, stolpere dabei über ein Gedicht von Konstantin Wecker und entscheide, mir dieses zu meinem Reisebegleiter zu machen:
„Jeder Augenblick ist ewig,
wenn du ihn zu nehmen weißt –
ist ein Vers, der unaufhörlich
Leben, Welt und Dasein preist.
Alles wendet sich und endet
und verliert sich in der Zeit.
Nur der Augenblick ist immer.
Gib dich hin und sei bereit!
Wenn du stirbst, stirbt nur dein Werden.
Gönn´ ihm keinen Blick zurück.
In der Zeit muss alles sterben –
aber nichts im Augenblick“.
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