
Am Ende versöhne ich mich mit Apulien. Die Gegend hat sich verändert. Die Menge des Mülls wird weniger und verschwindet fast. Ich fahre zwischen Olivenbäumen und alten Steinmauern. Nur die extreme Hitze und das Bergauffahren verhindern das totale Glück. Am Ende hat es fast 40 Grad und ich bewältige 800 Höhenmeter.

In Ruvo di Puglia schenkt mir der Inhaber einer Bar einen Sack mit frischen Obst zur Stärkung, nachdem er mir kaltes Wasser mit Eiswürfeln gratis zum Trinken gegeben hat. Von meiner Reise ist er begeistert.
Kurz bevor es noch einmal so richtig bergauf geht, stürze ich. Die kleine Straße ist von der Bewässerung der Felder total verschlammt. Mein Vorderreifen rutscht weg und ich liege im Dreck. Außer einer kleinen Schürfwunde am Knie passiert nichts. Dafür bin ich von oben bis unten voll mit Schlamm.
Ein kurzer Moment des Frusts, doch es geht weiter, nachdem ich die Wunde desinfiziert habe. Ich werde beschenkt durch wunderbare Landschaften.



Bei der Ortstafel von Matera kommen mir die Tränen. 1.500 km sind gefahren und mit jedem Kilometer sind Emotionen und Erlebnisse verbunden, die geordnet und reflektiert werden müssen.
Auf dieser Reise hat es Augenblicke gegeben, die von Verzweiflung gezeichnet gewesen waren. Für jeden Moment meines Abenteuers bin ich dankbar.
Meine Reise endet noch nicht ganz, aber ich werde loslassen und mein Ankommen wird die Stille sein.
„Die, die zu Hause bleiben, fühlen sich in Sicherheit. Sie sollen aufbrechen. Die, die sitzen, sollen aufbrechen. Die aber, die wandern, sollen still werden!“ (A. Martin)
Danke dem Leben und euch, die ihr meine Texte gelesen und meine Bilder bestaunt habt. Ich freu mich aufs Loslassen.
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