
Mit über 110km endet die zweitlängste Etappe meiner Reise in Campomarino in der Nähe der Stadt Termoli, die bekannt ist für das Castello Svevo. Es ist eine von Friedrich II. erbaute Turmburg und kann vom städtischen Strand aus bewundert werden.
Ich befinde mich nun in der Region Molise, der zweitkleinsten Region Italiens. In Molise leben die ethnischen Minderheiten der Arbëresh und Moliseslawen. Die Arbëresh sind eine alteingesessene albanische Minderheit. Ihre Vorfahren waren vor allem Flüchtlinge aus Albanien, die von den Osmanen vertrieben wurden und in mehreren Teilen Italiens eine neue Heimat gefunden haben. Die Moliseslawen sind wiederum eine kroatische Minderheit wahrscheinlich aus Istrien, die um 1500 ins Land kamen.
Es stehen nun noch drei weitere Etappen bis zu meinem Ziel in Matera an. Fix ist, dass ich keine Monster-Etappen mehr fahre und es jetzt ein wenig gemütlicher angehen werde. Ich habe es mir wahrlich verdient.
Eine (vergessene) Weisheit kommt mir am Schluss meines heutigen Eintrags in den Sinn. In Udine hat mir ein Schweizer gesagt, dass das Radreisen die einzige Form des Reisens ist, wo Seele und Körper gleichzeitig am Ziel ankommen. Wie wahr. Ich denke mir, beide sollten am Ende nicht so geschunden sein, damit sie ihr gemeinsames Ankommen auch als erfüllend erleben können.






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