
Ich erwache zeitig in der Früh durch Donner und starkem Regen. Es ist 6 Uhr. Ich stelle mich darauf ein, meine Reise für einen Tag wetterbedingt zu unterbrechen. Tue es schlussendlich nicht. Die heutige Etappe wird so zu einem Wettrennen gegen die rundherum tobenden Unwetter.

Nach 50 km holt mich ein heftiges Gewitter ein. Ich suche Schutz unter einem Vordach eines Supermarkts und muss mein massives Unbehagen angesichts der Blitze, Donner und der orkanartigen Stürme eingestehen. Ein Orkan drückt mich gegen die Hauswand und ich muss mein Rad festhalten. Erst nach einer guten Stunde, mit unterschiedlicher Intensität, ist der Wahnsinn vorbei. Hatte es am Vortag noch 38 Grad, kühlt es auf Grund der Gewitter auf 14 Grad hinunter. Ich bin durchnässt und friere.

Die Ruhe nach dem Unwetter fasziniert mich. Es ist als würde die Natur aufatmen. Mit Entsetzen lese später über die Unwetterschäden und Tote in Österreich. Habe die zerstörerische Kraft der Natur heute am eigenen Leib erfahren. Das Unbehagen bleibt.
Nachtrag: Auch in Italien „kosten“ die schweren Unwetter Menschenleben. In den betroffenen Gebieten wurden Krisenstäbe eingesetzt.
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