
Führt der erste Teil meiner heutigen 100 km Etappe durch kleine Ortschaften und landwirtschaftliche Gebiete, geht es den Rest (gut 70 km) immer geradeaus auf der starkbefahrenen SS 13. Die Hitze ist beißend und eine extreme körperliche und mentale Herausforderung.

Der Schluss meiner Fahrt führt mich in das Anbaugebiet des Proseccos rund um Conegliano, wo ich auf einem alten Weingut ein Zimmer gemietet habe. Auf Grund der drückenden Hitze kann ich die Landschaft nicht genießen. Ich habe das Gefühl, dass mein Kopf platzt. Später erzählt mir die Besitzerin, dass es in dieser Region noch nie so heiß war und das seit Anfang Juni. Normal sind 2 Hitzewochen im August. Ausgiebig geregnet hat es schon lange nicht mehr.

Nun liege ich im Bett und draußen gewittert es. Auch morgen sind Wärme-Gewitter und Regen angesagt. Gut für die Natur, schlecht für mich. Ich weiß ehrlich nicht was ich tun soll. Eine Fahrt bei dieser Hitze ist an der Grenze der Gesundheitsgefährdung. Rennradfahrer*innen sind daher kaum bis gar nicht zu sehen. Zur Sportausübung ist es schlichtweg zu heiß. Eine Möglichkeit wäre über Trient und Südtirol nach Hause zu fahren. Doch in den nächsten Tagen sind sintflutartige Regen in Südtirol und Kärnten angesagt. Ich bin ratlos.
Hinterlasse einen Kommentar