
Hatte es gestern am Pechlauer Sattel noch 11 Grad, auf der Fahrt durchschnittlich 14 Grad, kletterte die Temperatur heute auf 36 Grad. Eine Herausforderung für Körper und Psyche. Stolz stehe ich an der österreichisch-italienischen Grenze. Ein erster Meilenstein auf meiner Reise. Das Foto schießt eine junge Mountainbike-Fahrerin aus Bayern, von der ich zuerst ein Foto mit ihrem Rad gemacht hat. Sie war so happy über das Foto, dass sie es nicht nehmen hat lassen, auch mich zu fotografieren. So komme ich zu einem seltenen Foto von mir selbst.

Gestern ging es 98 km von Knittelfeld nach Sankt Veit an der Glan und heute 104 km über den Ossiachersee und Villach ins Kanaltal. So schön der Alpen-Adria-Radweg ist, so stark frequentiert ist er. Es ist teilweise wie auf einer stark befahrenen Autobahn. Doch die Landschaft ist spektakulär und die Berge gigantisch.


5 km vor dem Ziel kommt es zu meiner ersten Radpanne, der Hinterreifen hat keine Luft mehr. Zwei slowenische Rennradfahrer*innen, wir befinden uns im Dreiländereck Italien – Slowenien – Österreich, helfen mir, da meine Luftpumpe nicht funktioniert. Gemeinsam wechseln wir den kaputten Schlauch. Ein unverdientes Geschenk und Hilfe von zwei sehr sympathischen Menschen.

Liege nun dankbar in meinem sehr einfachen Zimmer in einem Gasthaus in Pontebba (40 Euro/ Nacht !!!) und freue mich auf meine morgige Etappe nach Udine. Dort werde ich meine erste Pause machen. Durch Pontebba verlief übrigens bis 1918 die Staatsgrenze zwischen Österreich und Italien. Es markierte gleichzeitig die friulanisch-deutsche Sprachgrenze.
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