
Im strömenden Regen geht es 110km nach Knittelfeld. Ich nehme die gleiche Strecke wie vor einem Jahr auf meiner Reise in die Toscana. Ab Mürzzuschlag regnet es mit kurzen Unterbrechungen durch. Völlig durchnässt und durchfroren bin ich dankbar für das Wetter. Es hilft mir mich zu fokussieren und ich erinnere mich an Orte an denen ich vor einem Jahr stehen geblieben bin und Fotos geschossen habe. Mein Kopf ist frei von Sorgen und Ängsten, als hätte der Regen sie fortgeschwemmt.

Ich erinnere mich auch daran, dass ich vor einem Jahr in diesem Blog zu dieser Etappe über Momo und das Geheimnis von Beppo dem Straßenkehrer geschrieben habe. Eine wunderbare Geschichte von Michael Ende.
„Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du?Man muss immer nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein. Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat“, erklärt Beppo Momo.

Morgen geht es weitere 100 km über den Perchauer Sattel nach Sankt Veit an der Glan. Eine Strecke die ich noch nie gefahren bin. Ich hoffe die Weisheit Beppos gut umsetzen zu können.
Hinterlasse einen Kommentar