
Ca. 30 km vor meinem Tagesziel mach ich Pause. Meine Telefon läutet. Erreiche es nicht rechtzeitig, um zu schauen wer mich anruft. Der Anruf überrascht mich und ich rufe – gegen meinem Vorsatz – zurück. Natürlich geht’s um die Arbeit. Nach einem kurzen Telefonat fahre ich weiter und prompt sticht mich eine Wespe in die Hand. Fühle mich ein wenig benommen, die Hand schwillt an, fahre aber weiter. Eine Apotheke ist weit und breit nicht zu finden. Erst am Zielort, kaufe ich mir eine Salbe für die geschwollene Hand. Die anfängliche Benommenheit ist verschwunden. Hätte ich bloß nicht telefoniert. Sollte die (mögliche) Botschaft der Wespe ernst nehmen und meine Vorsätze nicht leichtfertig brechen.

Nach über 90 km, inklusive Blick auf den Garda See, bin ich in Cremona gelandet. Ein kurzlebige Fahrt auf verschlungenen Wegen durch die Po-Ebene. Tatsächlich vergeht die Fahrt wie im Flug. Regen, kurzzeitig unter 20 Grad, dann Sonne mit gemessenen 38 Grad (das Rad stand in der prallen Sonne) und die Erkenntnis, dass Kurven und Landstraßen meiner Reise gut tun. Ich singe und bin glücklich. Freu mich auf Morgen.
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