4. Tag: Die innere Stimme finden

Über den Schoberpass geht’s nach Liezen. Ich übernachte im selben Hotel wie vor 7 Jahren, bei meiner allerersten Radreise. Die Wirtsleute haben mich noch in ihrer Kartei. Irgendwie schließt sich ein Kreis.

In Trieben „verliere“ ich meine Kamera in einer Bäckerei. Der Mann der Besitzerin bringt sie mir nach. Die Hilfsbereitschaft rührt mich. Mit dem Wetter habe ich Glück, der angesagte Regen bleibt aus, es ist angenehm kühl, nur der Gegenwind den Schoberpass hinauf nervt.

Am Ende dieser Fahrt spüre ich so etwas wie Ruhe. Es ist wie immer. Die ersten Tage der Reise sind am schlimmsten, als wäre ich auf Entzug von Arbeit, Terminen und Stress. Ist diese Reise eine Fortführung meines Leistungsdrucks? Viele Gedanken schwirren durch meinem Kopf. Letztendlich geht es darum, meine innere Stimme zu finden und mich der äußeren Welt zumindest für diese Reise zu entziehen. Die Natur hilft mir dabei, führt mich in die Stille. Bin zuversichtlich, mehr von dieser Ruhe zu erfahren.

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