Ich stehe jeden Tag um 7 Uhr auf, damit ich mit Dienstbeginn meiner Mitarbeiter*innen vor meinem Computer sitze und telefonisch erreichbar bin. Ich habe schlechtes Gewissen, dass ich nicht vor Ort bin, denn unsere Produktion läuft (reduziert) weiter. Die psychische Belastung der Mitarbeiter*innen ist offensichtlich. Ich helfe wo ich kann.
Das Wetter ist schlecht und viel zu kalt. Ich gehe nicht Radfahren, die Erholung entfällt. Bin sehr angespannt und merke, wie ich den sonstigen Trubel um mich herum und die Abwechslung brauche.
Gestern habe ich bis nach 17 Uhr gearbeitet, trotz Home-Office, um anschließend zu Kochen. Selbstgemachte chinesische Weizennudeln mit einem Curry. Finde dabei allerdings keine Entspannung. Zu groß ist meine eigene seelische Belastung.
„Die Stille ist nicht auf den Gipfeln der Berge, der Lärm nicht auf den Märkten der Städte; beides ist in den Herzen der Menschen“
Mit Stille meine ich den inneren Frieden in mir, eine Seins-Erfahrung, die ich selten erleben darf und nach Dir ich ständig suche. Bin sehr zwiespältig. So wie ich den Trubel brauche, suche ich auch nach Stille.
Am Abend falle ich erschöpft ins Bett. Die Anspannung bleibt. Mein Kopf ist voller Gedanken und Aufgaben die zu erledigen sind. Ich nehme sie mit in meine Träume.

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