Unerwartete 32 Grad, um 14 mehr als am Vortag, hat es diesmal. Die ersten 50 km nehmen wir mit Leichtigkeit. Die Freude, den Main-Donau Kanal erreicht zu haben, vergeht schnell. Es folgen über 30 km ohne Schatten und extremen Gegenwind. Wirklich mühsam. Auch heute ist Lia unschlagbar tapfer.

Dafür sind wir wieder am Jakobsweg. Nur zufällig entdecken wir das Pilgersymbol an einem Hinweisschild. Wir freuen uns.

Ein absolut schönes und berührendes Erlebnis haben wir in Fürth, übrigens eine sehr nette Stadt. Am Weg durch die Fußgängerzone entdecken wir eine lange Tafel mit essenden und plaudernden Menschen. Spontan werden wir zum Essen eingeladen.

„Anders herum – Tafeln Mittendrin in Fürth“ hat sich ursprünglich aus einem Theaterprojekt entwickeln und wurde von einem eigenen Verein weitergeführt. Menschen sind eingeladen, für sich selbst und für einen Gast Essen und Trinken mitzunehmen. Menschen teilen so ihr Essen mitten in der Fußgängerzone in aller Öffentlichkeit, aber auch ihre Geschichten und ihr Leben. Einfach schön. Für Lia eine ganz besondere Erfahrung.

Wir haben auf unsere Reise viele Menschen getroffen und kennengelernt. Mit vielen von ihnen konnten wir gute Gespräche führen. Ich bin Zuversichtlich und voller Hoffnung. Diese Menschen zeigen, dass diese Welt, trotz all dem Wahnsinn, noch lange nicht am Ende ist. Ein Regenbogen am Abend über Fürth bekräftigt unsere Erkenntnis. Es ist fast wie ein Versprechen und Aufforderung des Himmels. Zweifelt nicht, habt Hoffnung, immer!!!

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