Am Lübeck-Elbe-Kanal entlang verläuft die alte Salzstraße die wir heute erfolgreich hinter uns gebracht haben. Auf diesen Weg gelang früher das Lüneburger Salz über Lübeck in den ganzen Ostseeraum, wo es Grundlage für den Heringshandel war.

Die Fahrt ist mental anstrengend, der teils extreme Gegenwind bremst uns massiv. Eine Jausenstation oder Geschäft ist nicht zu finden. Uns rettet eine (ehrenamtliche) Fährfrau bei Siebeneichen, die uns 2 Liter gekühlten Apfelsaft überlässt. Lia freundet sich spontan mit dem Fährhund an und ich plaudere mit der Fährfrau, die mir spontan (auch) über ihre Ängste bezüglich des politischen Hasses der Rechtsextremen in Deutschland erzählt.


Die Offenheit der Frau und ihre Willkommenskultur geben uns Kraft, die Fahrt bis Lüneburg, immerhin fast 90 km, ohne Pause durchzustehen.
Beim Abendessen sprechen Lia und ich über das Scheitern und die Angst zu versagen. Wir stellen fest, dass man Scheitern lernen muss, um wirklich zu wachsen. In einer Welt voller „Sieger“ ein schöner Gedanke. Wie würde unsere Welt ausschauen, wenn Scheitern ein positiver Teil unserer Entwicklung sein könnte?!
Morgen geht es weiter nach Celle. Es warten 80 km und wunderbare Landschaften auf uns.

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